Aufbaubeschreibung eines HHO-Generators mit 2x18 Platten, betrieben über einen umgewickelten Mikrowellentrafo an einem 2KVA Sparstelltrafo (U~34-50V).

Sicherheitshinweise

Achtung! Aus Sicherheitsgründen, darf in die Gaswege kein Ventil eingebaut werden!

Ein Ausschalter der Stromversorgung sollte bei der Arbeit  immer in Reichweite sein. Kein Gas auf Vorrat erzeugen, das kann zu heftigen Explosionen führen.

Das heist das freie Gasvolumen in der Anlage so gering wie möglich halten um bei einer Selbstentzündung die Schäden minimal zu halten.

Immer ! mit Schutzbrille und Gehörschutz arbeiten.

Immer im Freien, nicht in geschlossenen Räumen arbeiten.

Seitenplatte gebohrt mit Endplatte zum Anschluß der Versorgungsspannung in der linken oberen Ecke

 Die Gegenelektrode wird in der rechten oberen Ecke angeschlossen.

Bei den vorhandenen Platten können so zwei Stapel mit jeweils 18 Platten aufgebaut werden. Da als Arbeitsspannung 2V~ pro Zelle gebraucht werden, resultiert die Mindesttrafospannung mit 34V~.

Bei einem angenommenen Strom von 10-20mA Pro cm² resultieren bei den zwei Plattenstapeln mit rund 500cm² pro Platte jeweils bis 10A Pro Stapel.

Damit liegt die Höchstleistung bei 1KW für diese Anordnung, abhängig von der Temperatur und der NaOH Konzentation (2-20%).

Da bei der Gleichrichtung solch hoher Ströme größere Verluste über den Gleichrichtern auftreten habe ich auf eine Gleichrichtung verzichtet.

Die entstehenden Gase Sauerstoff und Wasserstoff werden ja nicht getrennt zum Brenner geleitet.

Das erfordert aber durchdachte Sicherheitseinrichtungen, da das Mischgas (das nicht ohne Grund Knallgas heist), bei zu hohem Druck und Temperatur oder auch durch tribochemische Effekte, explosiv mit Selbstentzündung reagiert.

Um größere Gasmengen zu erzeugen kann die Spannung auf 50V~ bei 230V~ Trafospannung am Stelltrafo erhöht werden.

Wenn geringere Gasmengen benötigt werden ist dementsprechend die Spannung am Stelltrafo zu veringern.

Dabei müssen sich die beiden Platten mit dem gleichen Anschluß-Potential in der Mitte treffen und außen die gegenphasigen Anschlüsse miteinander verbunden werden.

Die beiden Seitenplatten bestehen aus 15mm dickem Plexiglas 300x300mm.

Die Elektrodenplatten bestehen aus 0,5mm dickem V2A Blech 250x250mm.

Aus 2m² Blech habe ich 36 Platten erhalten, die nach den Bildern bearbeitet worden sind.

Die Platten sind als Stapel mit einem 3mm HSSE Bohrer vor und dann mit den entsprechenden 7mm (für die Befestigungsschrauben), 9mm (für die Kontaktanschlüsse) und einem 10,2mm ( für den Durchdrücker) HSSE Bohrer fertig gebohrt worden. Die 18 mm Löcher für den Elektrolyt und Gasaustausch wurden mit einem Durchdrücker gestanzt.

Neutralplatte

Die beiden Löcher dienen dem Gas und Elektrolytaustausch um möglichst auch bei längerem Betrieb, überall im Generator die gleiche Elektrolytdichte zu haben.

Ausserdem lösen sich die Gasbläschen durch den Kreislauf im Generator besser von den Wänden.

Plattenstapel mit Anschlüssen und dazwischen gestapelten Dichtungen

Dieser Plattenstapel wird zwischen die Endplatten montiert.

Der komplette Stapel wird dann mit 120 mm langen V2A Schrauben M6, unter Zwischenlage von Karosseriescheiben 6,4mmx25mmx1,5mm verschraubt. Über die Schrauben ist zur Vermeidung von Kurzschlüssen passender Schlauch zu ziehen.

Ausserdem ist unten über den Schrauben noch eine 1mm dicke Hartgewebeplatte (Pertinax) vorgesehen.

Das Anziehen der Schrauben ist gefühlvoll Reihum zu vollziehen. Dabei ist ein zu starkes Anziehen einzelner Schrauben zu vermeiden. Am besten alle Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel auf die gleiche Anzugskraft einstellen. Das ist von der Dicke und den Materialeigenschaften der Teichfolie abhängig.

Dichtung aus Teichfolie

Die aus ungefähr 1,3 mm dicker Teichfolie geschnittenen Dichtungen haben die Form der Außenkontur der Neutralplatten bei einer Breite von 10mm.

Das Foto zeigt eine Platte nach dem ausschneiden der Außenkontur.

Das geht sehr leicht mit einem scharfen Cuttermesser.

Innen muß die Dichtung genau so ausgeschnitten werden, das ein Rand von 10mm Breite (die endgültige Dichtung), stehenbleibt.

Das geht am besten mit einer Blechschablone, in der innen geschnitten wird, das verhindert, das der 10mm Streifen verletzt wird.

Noch besser geht es wenn Aussen eine Passende Leistenumrandung vorhanden ist die ein Verrutschen der Teichfolie beim Zuschneiden verhindert.

Elektrolytausgleichgefäß

Das Elektrolytausgleichgefäß besteht aus einem Plexiglasrohr mit 100mm Durchmesser und 300mm Länge.

Eine Automatik sorgt dafür das bei Bedarf destilliertes Wasser (deionisiertes Wasser für Akkufüllungen) zugeführt wird um die Elektrolytdichte konstant zu halten.

Vom Elektrolytausgleichgefäß gehen zwei Schläuche unten an beide Seiten des HHO-Generators an Schlauchanschlüsse mit 1/2" Gewinde, die mittels Teflondichtband in die Seitenplatten geschraubt sind.

Der Bubbler

Der Bubbler ist sicherheitshalber zweimal vorhanden und besteht jeweils aus einem Plexiglasrohr mit einem Außendurchmesser von 30mm und einer Länge von 300mm.

Die beiden Bubbler sind von oben in den Seitenteilen ebenfalls mit 1/2"Schlauchanschlüssen verbunden.

 

Der Gasdüsenhalter mit Rückschlagsicherung (Arrestor)

Der Gasdüsenhalter besteht aus zwei 18mm Kupferrohren die mit Edelstahlwolle fest gefüllt sind. Die beiden Rohre sind in ein Messingteil gelötet das die Brenngasdüse aufnimmt. Die Bohrungen im Messingteil sind ebenfalls mit Edelstahlwolle gestopft.

Der Schlauchanschluß erfolgt an zwei 1/8" 8mm Anschlüssen, über ein weiteres Messingteil.

Bilder demnächst!

Allgemeines

Um die freie Gasmenge gering zu halten wird das Gas über zwei Schläuche aus Silikongummi oder Schweißschläuche dem Brenner zugeführt. Sollte in einem Schlauch, wegen eines Fehlers kein Gas strömen, ist das an dem entsprechenden Bubbler zu sehen.

Das sich ein Druck aufbaut, der zur Selbstentzündung führt, ist damit unwarscheinlicher.

Es wird versucht auch in den Bubblern die Gasmenge so gering wie möglich zu halten. Eine Überdrucksicherung für jeden Bubbler ist vorhanden. Der Aufbau ist der Gleiche wie bei den Bubblern, bei einer etwas größeren Länge von 600mm.

Es wird aber noch an einer Verbesserung gearbeitet die die Abmessung verringert.