Spinnenbisse

31.01.2017

 

Heute ging es mir wieder soweit, das ich endlich meinen Hausarzt aufsuchen konnte. Er verschrieb mir ein anderes Mittel als die von mir bis dahin verwendete Hydrocortison Salbe.

Eine Cortisonsalbe, die auch ein Antibiotikum enthält.

Seinen Worten nach ist das sicherer, da eventuell übertragene Bakterien die Bißfolgen verschlimmern können.

30.01.2017

 

Den letzten Biß einer Hauswinkelspinne am 21.01.2017 habe ich mit Hydrocortison Salbe 0,5% behandelt. Wie die Bißstelle nach 8 Tagen aussah ist im Link zu sehen. Ich wurde leider beim Haut-Arzt abgewiesen, zu dem mich ein Bekannter gefahren hat. Daher habe ich mich selber behandeln müssen. Im Gegensatz zu vorherigen Bissen hatte ich weniger Beschwerden und die Heilung trat schneller ein. Als Beschwerden traten Herzbeklemmung, Gleichgewichtsstörungen, Taumelanfälle und Kopfschmerzen auf. Heute, nach 9 Tagen geht es mir wieder etwas besser, nur die Gleichgewichtsstörungen halten noch an.

Bei den vorherigen Bissen habe ich diese Erscheinungen nicht bemerkt. Es trat allerdings eine Nekrose der Haut im Durchmesser von ungefähr 4cm auf. Dies konnte ich diesmal bei der Verwendung der Hydrocortison Salbe nur an den ersten zwei Tagen feststellen. Die Erscheinung schwächte sich dann mehr und mehr ab. Allerdings bin ich zum ersten Mal im Kopfbereich gebissen worden. Weiter Unten  auf dieser Seite, habe ich über einen Bericht aus der Schweiz geschrieben, der ein Ereignis vor ungefähr 150 jahren beschreibt. Darin wurde ein Junge im Halsbereich gebissen und verstarb nach wenigen Schritten.

Der Ort der Bißstelle ist scheinbar für die Gefährlichkeit auch ausschlaggebend.

Am 21.01.2017 wurde ich im Schlaf von einer Hauswinkelspinne gebissen. Das passierte, als ich mich umdrehte und sie unter meine Wange geriet.

Nach einer Woche Behandlung mit Hydrocortison Salbe sieht die 2 € große Stelle so aus: Linkbutton "Spinnenbiß" anklicken.

                                  Spider bites

Die Hauswinkelspinne Eratigena Atrica (früher Tegenaria Atrica) ist nicht so harmlos wie immer wieder dargestellt

Männchen der Tegenaria (jetzt Eratigena) Atrica zugelaufen in Graal-Müritz am 20.06.2015.

Körperlänge 10mm, Diagonale des Beinumfangs 30 mm

Weibchen können eine Körperlänge über 25mm erreichen und eine Diagonale des Beinumfanges von über 10cm. Gut zu sehen die beharten Chelizeren (Giftklauen) die beim Weibchen mehr als doppelt so gross werden. Damit kommen sie problemlos durch fast alle Hautstellen ausser an den Fussohlen und nur bei Kindern durch die Haut der Handinnenfläche. Sie beissen aber nur wenn sie sich angegriffen fühlen, das aber blitzschnell! Mehr dazu im Text. Berichte über Todesfälle aus den USA oder schwerheilende grosse nekrotische Wunden nach Bissen, von mir unten beschrieben, sollten Experimente mit den Tegenarias verbieten! Wer das trotzdem riskiert sollte sich über mögliche schwere Gesundheitsschäden im klaren sein.  Ich halte mich nicht für einen Experten und habe auch keine Spinnenphobie. Ich schreibe jedoch nach mehrfachen Beobachtungen aus eigenem Erleben. Allerdings habe ich in einem Buch das 150 Jahre alt ist einen Fall gelesen, das ein Kind in der Schweiz von einer Hauswinkelspinne in den Hals gebissen wurde und sekunden später verstarb.                                    

Wenn in Foren und bei Wikipedia nach der Möglichkeit in Deutschland von einer Spinne gebissen zu werden gefragt wird erhält man meist die Antwort das so etwas nicht sein kann. Das liess sich bei Wikipedia auch nicht mit den von mir innerhalb meiner Familie und der Familie meines Nachbarn gemachten Beobachtungen korrigieren.

Maximal die Kreuzspinnen und der eingewanderte und inzwischen auch in ganz Deutschland verbreitete Dornfinger sowie die Wasserspinne sollen dazu in der Lage sein.

Aus eigenem Erleben weiss ich jedoch das die Hauswinkelspinnen sehr wohl dazu in der Lage sind mit ihren bis zu 5 mm langen Cheliceren auch die dickere Haut der Handinnenflächen zu verletzen.

Sie sind in den letzen 200 Jahren aus Südeuropa in Richtung Deutschland eingewandert.

Erst vor ungefähr 100 Jahren haben sie die Grenze Deutschlands erreicht.

Vor ungefähr zehn Jahren, also ungefähr um das Jahr 2000 sind sie bis zur Ostseeküste vorgedrungen.

Besonders durch die "Tegenaria agrestes" (agressive Winkelspinne) im freien auf Wiesen und die "Tegenaria atrica" (Hauswinkelspinne) in Wohnungen und Kellern kommt es zu Bissverletzungen.

In meiner Familie und an mir selbst habe ich das mehrmals erlebt das eine sich bedroht fühlende Tegenaria sehr wohl zubeisst was teilweise grosse Schmerzen bereiten kann und zu sehr langen Bissfolgen geführt hatte.

In unserem Einfamilienhaus in Berlin, hielten sich einige Hauswinkelspinnen (Tegenaria atrica) auf die mich nie gestört haben bis ich einmal durch das Geschrei meines jüngsten Sohnes aufgeschreckt ins Kinderzimmer lief. Mein Sohn klagte darüber das er einen Biss verspürt hat und Schmerzen im Unterschenkel habe. Neben der Bisstelle am Bein fand ich eine Tegenaria atrica. Die Bisstelle entwickelte sich schnell zu einer zwei Euro grossen Wunde wie eine Brandblase die nach einem Monat wie eingetrocknet aussah, eine leichte Vertiefung hatte, aber immer noch schmerzte und juckte. Erst nach einem Jahr war die Stelle völlig verheilt.

Solche Wunden kenne ich auch von meiner Frau, mir und einem Nachbarn. Mir wurde aber erst nach dem Erlebnis meines Sohnes mit dem Spinnenbiss klar worum es sich bei diesen Stellen die sich zwischen Spann und Knie befanden und bei uns bis zu drei Jahren zum völligen abheilen brauchten, handelte.

Sämtliche Bissatacken traten im Hochsommer bei grosser Hitze auf.

Die Spinnen sind, als wir schliefen, über unsere Beine gelaufen die dabei unwillkürlich angezogen wurden. Dadurch geriet die Spinne unter die Bettdecke und hat warscheinlich weil sie sich bedroht fühlte, zugebissen.

Einen weiteren Biss einer Tegenaria atrica zog ich mir zu, als mir eine dieser Spinnen unter das Hemd geriet. Ich tastete nach der Ursache und sie biss mich in der Gegend um den Solarplexus. Der Biss fühlte sich wie ein starker Hammerschlag an und mir fiel mehrere Monate das Luftholen sehr schwer. Auch in diesem Fall konnte ich die Hauswinkelspinne aus dem Unterhemd klauben und bestimmen.

Da mir Ärzte vorher den Spinnenbiss ins Bein nicht geglaubt haben sah ich allerdings von einem Arztbesuch ab.

Die Hauswinkelspinnen sind sehr schnell! Sie sollen bis zu 50 cm in der Sekunde laufen können. Das erklärt, warum sie so selten beim Biss zu erwischen sind.

Ich habe es nicht probiert, Tegenarien sollen sich aber nur sehr schwer zum beissen provozieren lassen. Ein You Tube Viedeo in dem so etwas gezeigt wurde sah für mich allerdings anders aus. Eine mit einem Finger provozierte Tegenaria atrica hatte dabei blitzschnell zugebissen und ist anschliessend geflüchtet.

Berichte in verschiedenen Foren, in denen Ärzte auf die Möglichkeit eines Spinnenbisses hinwiesen, werden regelmässig bagatellisiert oder als Unmöglichkeit dargestellt.

Dabei wird vergessen das die Hauswinkelspinne "Tegenaria atrica" und ihre kleinere aber gefährlichere Verwandte die "Tegenaria agrestes" eingewanderte Spinnen sind, die Deutschlands Grenzen erst vor ungefähr 100 Jahren erreicht haben und über die noch nicht viele Erfahrungen bei uns vorliegen können.

Alte überlieferte Weisheiten also nicht zutreffen müssen.

Aus der Physik ist mir bekannt, das bei Versuchen identische Bedingungen herrschen müssen um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen. Die Aussagen der "Experten" beruhen aber alle auf falschen Ausgangsbedingungen!

Weder die Situation stimmt, noch die Jahreszeit, noch die Temperatur sowie der Reiz.

Damit ist die Aussage sämtlicher "Experten" falsch, das die Hauswinkelspinne nicht beisst und das Gift für den Menschen ungefährlich ist. Da aber nicht nur in den USA durchaus gefährliche Giftwirkungen der Winkelspinnen beobachtet wurden, rate ich dringend von Selbstversuchen ab.

Beide Spinnen sind auch in den USA heimisch geworden, von wo es mehrere Berichte über Bisse gibt, die zu mehr oder weniger starken Nekrosen oder sogar zum Tode geführt haben.

Meiner Meinung nach bringt es nichts alte nicht mehr stimmende Weisheiten immer wieder anzuführen, ohne sich der geänderten Situation durch die Neueingewanderten Spinnenarten zu stellen.

In meiner Kindheit gab es in und um Berlin noch keine Hauswinkelspinnen! Die "schrecklichste" Spinne für mich als Kind war die Kreuzspinne und sonst kannten wir nur noch den Weberknecht.

Erst ab 1980 sind mir Hauswinkelspinnen in Berlin aufgefallen.

 

Als neueste in Deutschland Eingewanderte Art gilt die "Zoropsis spinimana" die der Hauswinkelspinne sehr ähnlich ist aber dickere und kürzere Beine hat.

Sie soll wesentlich agressiver als die verwandten Winkelspinnen sein und ich habe sie ebenfalls schon in Berlin festgestellt!

 

http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/98512.html Spinnengifte

 

Wer sich für die Bisswirkung interessiert, findet viele zum Teil erschreckende Bilder unter "spider bite" aber als Bilder mit Google suchen!

Spinnenbiss am Unterschenkel wie er von der Hauswinkelspinne noch nach Monaten aussehen kann.      In der ersten Zeit nach dem Biss bildet sich in der Grösse der glänzenden Wundstelle eine Blase gefüllt mit Flüssigkeit von ungefähr 3-4 cm Durchmesser. Manchmal bis zu 5mm hoch. Wenn Hautstellen schwarz werden oder sich Eiter oder eine Blutvergiftung bildet wird es ohne Behandlung lebensgefährlich! Das ist aber nicht vorhersehbar! Es hängt von der eingespritzten Giftmenge und einer eventuellen Zusatzinfektion ab!

Link hier drunter anklicken und runterscrollen

Genau so sah die Wirkung der Hauswinkelspinnenbisse in den ersten Tagen aus. Allerdings bildete sich im Zentrum die 2-3 cm grosse Blase.

Bei dem möglichen Auftreten von Bissen unbekannter Ursache oder erkannten Spinnenbissen, schnellstmöglich einen Arzt oder eine Notfallklienik aufsuchen.

Das ist besonders bei Kindern sehr wichtig.

Jeder Biss oberhalb der Körpermitte kann  für sie, aber manchmal auch für Erwachsenen Lebensbedrohlich sein.

Von meinem Spinnenbiss in den Solarplexus habe ich nach ungefähr zwanzig Jahren immer noch Nachwirkungen. die in den ersten fünf Jahren zwei Euro große, gerötete Stelle breitete sich inzwischen über die ganze Brust bis zum Hals aus. Ich bin nicht einhundert Prozentig sicher das es von dem Spinnenbiss herrührt, habe aber Hinweise von anderer Seite auf diese Möglichkeit gefunden. Unabhängig ob man von einer Hauswinkelspinne gebissen wird oder man die Ursache nicht weiss, möglichst schnell einen Arzt aufsuchen. Es kommen über Warenlieferungen immer wieder exotische Spinnen nach deutschland.

Ich selber, habe im Garten in Berlin Altglienicke, in der Nähe von Schönefeld, schon das Männchen einer  "Schwarzen Witwe" entdeckt. Leider hatte ich nichts zum einfangen gefunden und wurde zum essen gerufen. Danach war sie natürlich verschwunden.

Die Angst vieler Menschen vor Spinnen erkläre ich mir übrigens so. Früher waren die Menschen der Natur aufgeschlossener gegenüber. Deshalb haben sie ihre Umwelt aufmerksamer beobachtet. Wurde jemand von einer Spinne gebissen und dabei beobachtet, hat der Beobachter besser aufgepasst das ihm soetwas nicht ebenfalls passiert. Die Menschen die unaufmerksamer den Spinnen gegenüber waren sind dann einfach ausgestorben. So etwas muss sich warscheinlich erst wiederholen ehe die Menschen wach werden und nicht immer wiederholen was sie vom Hörensagen haben. Das ist einfach eine Frage der Anpassung an eine veränderte Umwelt.

Ich habe 11 Jahre in Greifswald gearbeitet. Die Hauswinkelspinne ist dort ungefähr im Jahre 2000 angekommen. Wenige Jahre später war sie dort überall zu finden. Sogar auf Booten, in mehreren Exemplaren. Um mein Haus in Berlin herum wimmelte es im Spätsommer nur so von jungen Hauswinkelspinnen. Sie vermehren sich also sehr schnell. Als ich meinen Kollegen von meinen Erfahrungen berichtet habe war das für Sie auch völlig Neu. Weil alle Kinder haben, sind Sie aber lieber vorsichtig an die Spinnen herangegangen. Die Grosse Zitterspinne die ich dort in meiner Dienstwohnung vorfand, ist für den Menschen übrigens völlig ungefährlich. Sie schafft es trotz ihrer geringeren Grösse die Hauswinkelspinnen zu überwältigen. Deshalb sollte man erstere in Ruhe lassen.

Ein Mensch der noch nie von einer Spinne gebissen wurde, wollte einen sehr naiven Kommentar auf meiner Homepage hinterlassen. Da seine Ansicht aber nicht meinen Erfahrungen entspricht, habe ich die Freischaltung unterlassen, um keine Verwirrung zu stiften. Da er sehr warscheinlich ahnungslos, neuen Erkenntnissen unaufgeschlossen und leichtsinnig ist. Offensichtlich hält er Menschen die ein oder mehrmals von Spinnen gebissen wurden fälschlicherweise für Spinnenphobiker, die sich die Jahrelangen Bissfolgen nur einbilden.