Kernfusionsforschung am W7X in Greifswald

Ich durfte lange Jahre in Instituten mitarbeiten die an der Erforschung  der Kernfusion arbeiten.
Eine Energiequelle, die verspricht, mit sehr geringen Materialeinsatz gewaltige Energiemengen erzeugen zu können. Energie, wie sie auf der Sonne erzeugt wird. Durch die wesentlich kleineren Abmessungen eines Kraftwerkes aber zu Problemen führt die Bedingungen zur Kernverschmelzung zu erreichen.
Im Gegensatz zur Kernspaltung in den Atomkraftwerken aber keine lange, die Menschheit belastenden Rückstände produziert.

Die zum starten der Fusion, eventuell nötige, geringe Menge strahlendes Tritium, das aus dem Alkalimetall Lithium durch Neutronenbeschuss erbrütet wird ist sehr klein.  Im Verhältnis dazu ist der Einsatz sehr lange strahlendes Material in den Kernbrennstäben von Atomkraftwerken riesengroß. Ausserdem müssen die Brennstäbe nach dem einleiten der Kernspaltung unter ständiger Kühlung gehalten werden, deren Ausfall zu Katastrophen wie in Tschernobyl und Fukushima führt.
Auch kann es in Fusionsanlagen bei Havarien nicht wie dort zu gewaltigen Umweltschäden kommen, da das Fusionsplasma einfach abgeschaltet werden kann.
Nach dem Ende der Forschungszeit an dem Fusionsreaktor in 40 Jahren kann nach einiger Wartezeit das Material das hauptsächlich aus besonders reinem Edelstahl besteht, recykelt werden.
Ich konnte lernen, das schon beim Bau der Versuchsreaktoren wie zum Beispiel dem W7X in Greifswald sehr umfangreiche technologische Entwicklungen gemacht werden konnten die wichtig für die deutsche Technologie und den Industiestandort Deutschland sind, um Arbeitsplätze zu erhalten und weitere aufzubauen.
Bei der Arbeit dort habe ich sehr viel lernen können, aber auch meine Ideen nutzbringend anwenden können. 

Gefördert wurde ich schon als Kind durch meinen Chemie und Physiklehrer Herrn Stude.
Er gab mir die Möglichkeit in der Schule zu experimentieren und unterstützte mich auch mit den nötigen Chemikalien und Geräten. Dadurch konnte ich mir auch sehr früh nötige Gerätschaften selber bauen und auch Zuhause eigene Experimente machen.
Wärend meiner Berufstätigkeit auf einer Intensivstation, im EAW Treptow, in einer Gesenkschmiede und in Forschungseinrichtungen lernte ich  Bauelemente, Verfahren und Materialien mit besonderen Eigenschaften kennen. Diese Kenntnisse waren ein guter Ideengeber, die ich in den Instituten Nutzen konnte.
Die Arbeit meiner Kollegen interessierte mich und durch meine Begeisterung und Interesse angesteckt erklärten Sie mir ihre Arbeit und die dazu nötigen Geräte, Verfahren und Mittel genau.
Das war die Medizinisch Technische Assistentin oder der Biologe auf der Intensivstation, der Schmied oder der Konstrukteur in der Gesenkschmiede, Der Abteilungsleiter im EAW oder eine Vielzahl von Wissenschaftlern und Technikern in den Instituten in denen ich gearbeitet habe. Dabei waren selbst Doktoren und Professoren sehr bereitwillig mir ausführlich Ihre Arbeit und die Problematik darin zu erläutern. Mir, dem vielfach nicht alles klar sein konnte stellten sich Fragen, auf die sie selber oft nicht gekommen sind. Das half wieder bei der Erfassung einer Problematik und der Realisierung der Lösung.
Dabei stiess ich manchmal auf unausgesprochenen Fragen, die ich weiterspinnen konnte und so Lösungen fand die durchaus unüblich aber funktionell waren.
Schon meine Kollegen in der Forschungsabteilung der Schmiede erkannten das und stellten mich auf einer Geburtstagskarte dar, wie ich einen Schaltschrank zersäge. Dabei habe ich den Auspruch auf den Lippen, " Hier kann man mindestens noch die Hälfte einsparen und dann funktioniert es hundert prozentig sicher"!
Durch diese Kenntnisse gelang es mir in kurzer Zeit am ZIE einen Sender für ein SIMS-Massenspectrometer aufzubauen weil ich Supersteile Sendetetroden vorschlug die ich bei meiner Arbeit auf der Intensivstation kennengelernt hatte. Dieses war Jahrzehnte lang bei der Erforschung der Wandwechselproblematik im Kurtschatow Institut in Betrieb.
Bei der Arbeit im Galliumarsenidtechnikum des ZIE konnte ich eine Sputteranlage reparieren, deren Aufgabe und Funktion von dem Maschienen Bediener sehr anschaulich erläutert wurde. Dadurch konnte ich im IPP so nebenbei am Frühstückstisch vorschlagen, Bronzescheiben mit MoS2 zu Sputtern um die Reibung zu vermindern.
So konnte ich vielfach Lösungen für Probleme finden, als Resultat meiner Aufmerksamkeit meiner Umgebung gegenüber, aufbauend auf die Motivierung durch meinen Lehrer.